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Der letzte Baum

Rechte & Copyright by; Ingrid Waschke

Die See kann so wunderbar friedlich sein, wenn sie sich spiegelt im Sonnenschein.
Vollkommen glatt, fast wie betäubt und mit Feenstaub bestäubt. 

Ihr funkeln und glitzern macht dich froh, du wünscht, es wäre immer so.

Dennoch vermisst du der Wellen Gesang, den eintönig rauschenden Klang.

Oftmals lullte er dich ein, ließ dich wunschlos glücklich sein.

Warst in Gedanken gar nicht mehr hier, dann wurde die See zum reißenden Tier.  

Niemals darfst du ihr trauen, denn tief in ihr steckt das Grauen.  Viele meiner Kameraden, hat sie begraben.

Sie gibt eine wilde Hochzeitsfeier, kommt ein Orkan als Freier.

Mit einer monströsen Geisterhand, greift sie weit über den Strand.  

Ihre Wellen, so hoch wie ein Haus, machen allem den Garaus.

 Ich, letzter Baum von einem Wald, sterbe bald.
Schon spüre ich ihren Todeskuss, an meinem Fuß.

PS. Zwei Jahre, nachdem ich dieses Gedicht geschrieben und die Fotos gemacht habe, hat die See den „letzten Baum“  geholt.